Ein Metalldach, das ohne eine einzige Schraube auskommt und genau deshalb seit über 70 Jahren dicht bleibt. Fural kombiniert Schweizer Erfindergeist mit einer Konstruktion, die Architekten heute genauso überzeugt wie damals Le Corbusier.
Fural ist ein patentiertes Metalldach-System aus profiliertem Aluminium-, Kupfer- oder Titanzinkband. Der Name steht für «Furrer-Aluminium-Bedachung» und geht auf den Urner Architekten Josef Furrer zurück, der das System ab 1946 entwickelte (zunächst als «Rollfix») und 1950 die Firma Fural in Altdorf gründete. Das Besondere: Die Fural-Bahnen selbst werden ohne Durchdringung montiert. Die Klemmhalter werden auf der Unterkonstruktion befestigt.
Was vor über sieben Jahrzehnten entwickelt wurde, hält der modernen Architektur erstaunlich gut stand. Weltweit wurden gemäss Staatsarchiv Uri (Nachlass Furrer-Gisler) mehrere Millionen Quadratmeter Fural verlegt, von Schweizer Schulanlagen bis zur Villa «Le Lac» in Corseaux am Genfersee, die Le Corbusier 1923/24 für seine Mutter baute und 1951 mit Aluminium-Verkleidung versah. Schoop + Co. AG führt das Originalsystem detailgetreu fort und bietet es auch als moderne Fassadenlösung an.
Historisches Zeitdokument: Der gut eineinhalbminütige Film «Mit Bedacht bedacht mit Fural bedacht» aus dem Jahr 1955 zeigt die ursprüngliche Verlegetechnik des Fural-Dachs. Originalmaterial aus dem Nachlass Josef Furrer-Gislers im Staatsarchiv des Kantons Uri.
Erfahren Sie alles über unser bewährtes Fural-Dach: Von den Furalbahnen, über die Montage bis hin zu Sanierung mit Fural.
Die Dachhaut bleibt unverletzt – das schliesst die häufigste Leckage-Ursache klassischer Metalldächer aus.
Nur ca. 4 kg/m². Damit eignet sich Fural auch für Sanierungen, bei denen klassische Eindeckungen statisch nicht mehr tragbar wären.
Keine Dilatationsfugen nötig. Das System nimmt Temperaturbewegungen ohne Spannungen auf.
Einzelne Bandpartien lassen sich auswechseln, ohne dass die ganze Dachfläche geöffnet werden muss.
Originaldächer aus den Fünfzigerjahren weisen heute noch perfekte Dichte und Formstabilität auf. Je stärker der Wind, desto fester verkrallt sich die Bahn, dies bewährt sich besonders im Hochgebirge.
Standardmässig kommt ein 0,7 mm starkes Aluminiumband zum Einsatz, entweder blank oder farbbeschichtet. Für anspruchsvollere Optiken stehen Kupfer und Titanzink vorbewittert zur Verfügung. Damit lässt sich Fural an unterschiedlichste Architektursprachen anpassen, von zurückhaltend grau bis zur lebendig patinierten Edelmetall-Optik. Welche Oberfläche zu welchem Bauvorhaben passt und wie sich die Materialien im Detail unterscheiden, haben wir auf der Übersicht zu den Furalbahnen zusammengestellt.
Die Fural-Bahnen werden in vormontierte Halter eingerollt und verkrallen sich dort selbsttätig, und dies ohne eine einzige Schraube auf der sichtbaren Dachfläche. Im Prinzip ist Fural einfach gebaut. Die richtige Vorbereitung der Unterkonstruktion erfordert allerdings handwerkliche Erfahrung. Die Unterkonstruktion muss perfekt parallel und in gleichmässigen Abständen montiert werden. Und genau hier liegt die Stärke von Schoop + Co. AG. Wird in 30 Jahren eine Bahn beschädigt, lässt sich exakt diese eine Bahn entfernen und ersetzen.
Wer wissen will, wie ein Metalldach ohne Verschraubung technisch funktioniert und welche Dachneigung es voraussetzt, findet alle Details auf unserer Seite zur Fural-Montage. Wie sich Fural im direkten Vergleich gegen Stehfalz und PREFA schlägt, zeigt unser Metalldach-Vergleich.
Gerade bei Altbauten zeigt Fural seine Stärke: In der Aluminium-Variante kommt Fural auf rund 4 kg/m². Titanzink und Kupfer wiegen entsprechend mehr. Eine Verstärkung der Tragkonstruktion entfällt in den meisten Fällen. Häufig kann Fural sogar direkt über die bestehende Eindeckung verlegt werden, was den baulichen Aufwand erheblich reduziert.
Wie eine solche Dachsanierung mit Fural konkret abläuft, zeigt unser Leitfaden für Architekten und Immobilienverwaltungen. Vertiefend zur Statik-Frage haben wir auch einen Beitrag zu den Vorteilen eines Leichtdachs für Altbauten erstellt.
Fural ist auf Bauten in der ganzen Schweiz und international verlegt, darunter das Kurtheater Baden, die bereits erwähnte Corbusier Villa «Le Lac» in Corseaux/VD und die preisgekrönte Sanierung der Schulanlage Untermoos in Zürich-Altstetten, die beim Architekturpreis der Zeitschrift «Detail» 2011 (verliehen am 19. Januar 2011 an der BAU München) unter 420 Einreichungen aus 30 Nationen den zweiten Rang belegte.
Eine Auswahl realisierter Fural-Projekte mit Bildmaterial finden Sie in unserer Referenzsammlung:
Die Kosten hängen stark ab vom gewählten Material: blanke oder beschichtete Aluminiumbahnen, Kupfer oder Titanzink, der Dachfläche und vom Verlegeaufwand. Eine pauschale Quadratmeterangabe wäre daher unseriös. Für eine belastbare Einschätzung erstellen wir nach einer Begehung in der Region Aargau ein massgeschneidertes Angebot, das Material, Unterkonstruktion und Montage berücksichtigt. Sprechen Sie uns gerne direkt an: Tel. 056 483 35 01
Stellen Sie sich einen klassischen Reissverschluss vor: Zwei Profile greifen ineinander und ergeben einen festen, durchgängigen Verschluss. Genau nach diesem Prinzip funktioniert das Fural-Dach. Die Furalbahnen verkrallen sich beim Abrollen mit profilgleichen Klemmhaltern – ohne Schraube, ohne Hafte, ohne sichtbare Befestigung. Die exakte technische Abfolge inklusive Lattung, Halterabstand und Bahnüberlappung beschreibt unsere Seite zur Fural-Montage im Detail.
Schrauben sind die Schwachstelle vieler Metalldächer: Jedes Bohrloch ist eine potenzielle Leckage, und im Lauf der Jahrzehnte arbeiten sich Schrauben durch Temperaturbewegungen oft locker. Fural umgeht das vollständig. Weil die Bahnen mechanisch gehalten und nicht starr fixiert werden, gleichen sie thermische Längenänderungen ohne Materialspannung aus. Das Resultat ist eine Dachhaut, die auch nach Jahrzehnten noch dicht und formstabil bleibt.
Ja. Das System lässt sich nicht nur auf geneigten Dächern ab 10° verlegen, sondern auch senkrecht an Fassaden. Schoop führt das Originalsystem detailgetreu fort und bietet auch moderne Fassadenlösungen an. Le Corbusier verkleidete die Seefassade der Villa Le Lac 1951 mit Aluminium – ein frühes Beispiel für die Ästhetik, die Fural heute aufgreift.
Sie planen ein Bauvorhaben mit Fural? Wir beraten Architekten, Planer und Bauherrschaften aus dem ganzen DACH-Raum. Kompetent, ehrlich und alles aus einer Hand.