Für Dach und Fassade

Furalbahnen: Materialien und Oberflächen für das
Fural-Metalldach

Aluminium, Kupfer oder Titanzink: Die Furalbahn ist mehr als ein Dachblech. Welches Material zu welchem Bauvorhaben passt und welche Oberflächen zur Verfügung stehen, klärt diese Übersicht.

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Was sind Furalbahnen?

Furalbahnen sind die schmalen, profilierten Metallbänder, aus denen das Fural-Dach besteht. Charakteristisch ist die Schwalbenschwanzform der Profilrippen. Sie sorgt nicht nur für die unverwechselbare Optik, sondern auch für die mechanische Verkrallung mit der Unterkonstruktion. Im Standardmass sind die Bahnen 0,7 mm stark und maximal 570 mm breit, von denen 500 mm als bekleidete Fläche zum Tragen kommen. Die restlichen 70 mm bilden die Überlappung zur nächsten Bahn.

Eine technische Besonderheit, die auf der Baustelle viel Zeit spart: Die profilierte Bandstruktur überträgt Lasten zuverlässig zwischen den Klemmhaltern. Eine geschlossene Schalung als Auflager ist nicht nötig. Eine korrekt vermessene Lattung genügt. Wie die Furalbahnen montiert werden, erfahren Sie hier: Montage Fural.

Materialoptionen im Überblick

In den allermeisten Fällen kommt eine Aluminiumbahn von 0,7 mm Stärke zum Einsatz. Das Material ist leicht (rund 4 kg/m² verlegt), korrosionsfest, formbeständig und zu 100 Prozent recycelbar. Wer ein Fural-Aluminium-Dach plant, profitiert von einem Werkstoff, der seit den Vierzigerjahren auf Schweizer Bauwerken im Einsatz ist und sich auch bei extremen Bedingungen bewährt hat.

Die Aluminium-Dachbahn ist sowohl blank als auch in Farbbeschichtung erhältlich. Standardmässig empfehlen wir walzblankes Aluminium, vorbewittertes Titanzink oder Kupfer. Diese Materialien entwickeln eine natürliche, langlebige Oberfläche und sind in der Verarbeitung erprobt. Pulverbeschichtetes Aluminium ist möglich, wenn eine bestimmte Farbe (z.B. RAL-Farbton) gewünscht ist. Hier können bei der Verarbeitung Spuren auf der Beschichtung sichtbar bleiben. Welches Material zu Ihrem Projekt passt, klären wir am besten direkt im Beratergespräch.


Fural-Titanzink vorbewittert kommt zum Zug, wenn Architekten eine gleichmässige, matt-graue Edeloptik wünschen – bereits ab Werk, ohne ungleichmässigen Patinaverlauf über die Jahre. Titanzink vorbewittert ist deutlich schwerer als Aluminium, eignet sich aber hervorragend für anspruchsvolle Dächer und Fassaden, bei denen die Materialwahl Teil des architektonischen Konzepts ist.

Kupferbahnen sind die klassische Wahl für sakrale Bauten, denkmalgeschützte Objekte oder repräsentative Architektur. Mit den Jahrzehnten entwickelt Kupfer seine charakteristische grüne Patina. Ein optischer Mehrwert, der weder pflegebedürftig noch korrosionsfördernd ist. Kupfer ist ebenfalls vollständig recycelbar.

Oberflächen und Beschichtungen

Bei Aluminium reicht das Spektrum von blanken Bahnen bis zu farbbeschichteten Varianten in praktisch jedem RAL-Ton. Beschichtete Oberflächen sind robust gegen UV-Strahlung und mechanische Belastungen. Wer für ein Bauvorhaben eine spezielle Farbe oder Sonderbeschichtung benötigt, klärt die Verfügbarkeit am besten direkt mit unserem Fachteam.

Furalbahnen für jede Dachform

Ein Vorteil, der in der Planungsphase oft unterschätzt wird: Das Fural-System setzt weder eine bestimmte Dachform noch ein bestimmtes Mass voraus. Pultdächer, Sattelformen, Tonnen, gebogene Flächen, es ist alles möglich. Schoop führt das System detailgetreu fort und bietet es auch als Fassadenlösung an. Damit sind der modernen Architektur kaum Grenzen gesetzt. 

Technische Eckdaten der Furalbahn:

  • Materialstärke: 0,7 mm
  • Maximale Bandbreite: 570 mm (Bekleidung 500 mm + 70 mm Überlappung)
  • Gewicht Aluminium: ca. 4 kg/m²
  • Materialien: Aluminium blank, Aluminium beschichtet, Kupfer, Titanzink
  • Recyclingfähigkeit: 100 % für alle Materialien
  • Minimaldachneigung: 10°

Das Furaldach eignet sich insbesondere auch für Sanierungen, und ist die authentische Lösung für historische Fural-Bedachungen aus den 1950er Jahren, die heute oft unter Denkmalschutz stehen.

Häufig gestellte Fragen

Furalbahnen sind in vier Hauptvarianten erhältlich: blanke Aluminiumbahnen als Standard, farbbeschichtete Aluminiumbahnen für individuelle Farbgestaltungen, Titanzink vorbewittert für die gleichmässige, matt-grau Edeloptik ab Werk und Kupfer für besonders langlebige oder repräsentative Bauten. Standardstärke ist bei allen Varianten 0,7 mm. 

Welches Material zum konkreten Projekt passt, hängt von Architektur, Budget, Standort und gewünschter Patina-Entwicklung ab. Eine Beratung im Vorfeld lohnt sich.

Eine verlegte Aluminium-Furalbahn bringt rund 4 kg pro Quadratmeter auf die Waage inklusive Profilstruktur. Damit zählt Fural zu den leichtesten Dacheindeckungen überhaupt. Zum Vergleich: Tonziegel liegen bei rund 38 bis 50 kg/m². Titanzink- und Kupferbahnen sind deutlich schwerer als Aluminium, bleiben aber immer noch unter dem Gewicht klassischer Eindeckungen. 

Das geringe Gewicht macht Fural besonders interessant für die Dachsanierung von Altbauten, bei denen die Statik des Dachstuhls eine Rolle spielt.

Bei Aluminium stehen blanke und farbbeschichtete Oberflächen zur Verfügung.

Fural-Titanzink wird standardmässig vorbewittert geliefert mit gleichmässiger, matt-grauer Oberfläche ab Werk. Das vermeidet das ungleichmässige Anfangsbild von walzblankem Titanzink. 

Kupfer beginnt blank-rötlich und wandelt sich über Brauntöne bis hin zur klassischen grünen Patina.

Beschichtete Aluminiumoberflächen sind UV-stabil und unempfindlich gegen mechanische Belastungen. 

Für Sonderfarben oder spezielle Beschichtungen klären wir die Verfügbarkeit individuell.

Ja. Furalbahnen lassen sich nicht nur auf geneigten Dächern ab 10° verlegen, sondern auch senkrecht an Fassaden. Schoop führt das System detailgetreu fort und bietet es auch als Fassadenlösung an. Schoop hat das ursprüngliche Dachsystem zu einem eigenständigen Fassadensystem weiterentwickelt. Beide Anwendungen nutzen dieselben Profilformen und dasselbe Befestigungsprinzip. Die Übergänge zwischen Dach und Fassade können dadurch fliessend gestaltet werden. Das ist besonders interessant bei modernen Architekturen, bei denen die Gebäudehülle als Einheit gedacht ist.

Der grundlegende Unterschied liegt in der Befestigung. Beim klassischen Stehfalz werden vorprofilierte Bahnen mit Haften (Schiebehafte oder Festhafte) auf der Unterkonstruktion fixiert und längsseitig zusammengefalzt. Fural arbeitet ohne Hafte und ohne Verschraubung – die Bahnen verkrallen sich selbsttätig in vormontierten Haltern nach dem Reissverschluss-Prinzip. Die ausführliche Gegenüberstellung zwischen Fural, Stehfalz und PREFA mit Vergleichstabelle finden Sie in unserem Vergleichsbeitrag.

Material-Beratung gefällig?

Welches Furalbahn-Material passt zu Ihrem Bauvorhaben? Wir beraten Sie gerne – kompetent, ehrlich und alles aus einer Hand.

Moderne Metallfassade mit Sägezahn-Dach der Schoop Firmenzentrale in Baden-Dättwil, Karriere und Lehrstelle im Aargau
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