Vier Kilogramm pro Quadratmeter – mehr trägt ein Fural-Dach nicht auf den Dachstuhl. Das macht es zur naheliegenden Wahl, wenn ein Altbau eine neue Dachhaut braucht, aber keine Statiksanierung verträgt.
Bei jeder Dachsanierung steht früher oder später die gleiche Frage im Raum: Hält der bestehende Dachstuhl die neue Eindeckung? Bei klassischen Materialien wie Tonziegeln oder Betondachsteinen lautet die Antwort oft «nicht ohne Verstärkung». Genau hier kommt Fural ins Spiel. Mit rund 4 kg pro Quadratmeter ist es eine der leichtesten Dacheindeckungen überhaupt – und schliesst eine Eindeckungs-Variante auf, wo andere Materialien statisch ausscheiden. Welche Materialvarianten Fural bietet (Aluminium, Kupfer, Titanzink), zeigt die Übersicht zu den Furalbahnen.
Hinzu kommt: Fural ist als System konzipiert, nicht als Bauprodukt im klassischen Sinn. Die Dachsanierung mit Fural läuft kontrolliert ab, weil Halter, Bahnen und Anschlüsse aufeinander abgestimmt sind und sich auch auf nicht ganz idealen Untergründen sauber montieren lassen.
Der Gewichtsvorteil ist nicht klein. Eine Tonziegel-Eindeckung bringt rund 38 bis 50 kg pro Quadratmeter auf den Dachstuhl, bei Biberschwanzziegeln in Doppeldeckung sogar bis 70 kg/m². Fural liegt mit seinen 4 kg/m² eine Grössenordnung darunter. Übersetzt auf ein Einfamilienhaus mit 150 m² Dachfläche bedeutet das: Statt rund 6 bis 7,5 Tonnen Auflast trägt der Dachstuhl noch 600 Kilogramm. Bei alten Holzkonstruktionen, deren Tragfähigkeit oft schon ohne neue Eindeckung am Limit ist, ist dieser Unterschied entscheidend.
Eine weitere Stärke der leichten Dacheindeckung bei der Sanierung: In vielen Fällen muss die alte Eindeckung gar nicht zwingend entfernt werden. Wo es bauphysikalisch und konstruktiv vertretbar ist, lässt sich Fural direkt über die bestehende Dachhaut verlegen. Das spart Entsorgungskosten, reduziert den Werkverkehr auf der Baustelle und verkürzt die Bauzeit erheblich. Ob das im konkreten Projekt sinnvoll ist, klärt sich mit einer Begehung vor Ort.
Reine Materialkosten sprechen erst mal für klassische Eindeckungen wie Tonziegel oder Betondachsteine – Fural ist als Premium-System teurer in der Anschaffung. Die wirtschaftliche Betrachtung dreht sich allerdings, sobald die gesamte Lebensdauer einbezogen wird: Fural-Dächer aus den Fünfzigerjahren sind noch heute funktionstüchtig, die nachgewiesene Nutzungsdauer liegt bei 70 Jahren und mehr. Tondachziegel werden meist mit 50 bis 80 Jahren angegeben, Betondachsteine eher mit 30 bis 50 Jahren. Konkrete Beispiele realisierter Sanierungen finden Sie in unseren Fural-Referenzen.
Hinzu kommt: Eine entfallende Statikverstärkung am Dachstuhl spart bei alten Bauten oft mehrere zehntausend Franken. Wer diese Faktoren in die Kalkulation einrechnet, liegt mit Fural in der Lebenszyklusbetrachtung häufig günstiger als mit einer schweren Standardeindeckung – auch wenn die Materialkosten zunächst höher erscheinen.
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Das Aluminium der Furalbahnen ist zu 100 Prozent recycelbar – am Ende eines langen Lebenszyklus geht das Material zurück in den Kreislauf, ohne Qualitätsverlust. Bei Sanierungs-Projekten mit Nachhaltigkeits-Anspruch ist das ein zusätzliches Argument: Die leichte Dacheindeckung in der Sanierung erfüllt nicht nur statische und wirtschaftliche Anforderungen, sondern auch ökologische.
Drei Gründe:
In den allermeisten Fällen nicht. Mit nur 4 kg/m² liegt Fural so deutlich unter dem Gewicht klassischer Eindeckungen wie Tonziegel oder Betondachsteine, dass der bestehende Dachstuhl die neue Last problemlos trägt. Eine Statikprüfung im konkreten Einzelfall lohnt sich trotzdem – bei sehr alten oder bereits vorgeschädigten Konstruktionen kann sie Klarheit schaffen. Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserem Beitrag «Vorteile eines Leichtdachs für Altbauten».
Häufig ja. Wo die bestehende Dachhaut tragfähig und bauphysikalisch unproblematisch ist, lässt sich Fural direkt darüber verlegen. Das spart Abriss-, Entsorgungs- und Werkverkehrskosten und verkürzt die Bauzeit. Ob das im konkreten Projekt sinnvoll ist, hängt vom Zustand der bestehenden Eindeckung, von der Dachgeometrie und von bauphysikalischen Anforderungen wie Hinterlüftung oder Dampfsperre ab. Eine Beurteilung vor Ort schafft Klarheit.
Als Richtwert für den Schweizer Markt: Die Eindeckung selbst (Material und Verlegung) bewegt sich für Fural typischerweise zwischen CHF 150 und CHF 250 pro Quadratmeter, abhängig von Materialwahl, Dachgeometrie und Zugänglichkeit. Bei einer Komplettsanierung mit neuer Lattung, Wärmedämmung und Gerüst können sich die Gesamtkosten auf CHF 280 bis CHF 450 pro Quadratmeter belaufen. Fural ist ein Premium-Material, kompensiert dies aber durch eine Nutzungsdauer von 70 Jahren und mehr und durch häufig entfallende Kosten für eine Statikverstärkung. Für eine belastbare Einschätzung erstellen wir nach einer Begehung ein massgeschneidertes Angebot.
Ja, vollständig. Aluminium-Furalbahnen sind zu 100 Prozent wiederverwertbar – am Ende des Lebenszyklus geht das Material zurück in den Materialkreislauf, ohne Qualitätsverlust. Bei Titanzink-Bahnen gilt dasselbe Prinzip. Wer Fural einbaut, plant damit nicht nur eine langlebige Lösung, sondern auch eine, die am Lebensende des Gebäudes ökologisch sinnvoll rückgebaut werden kann.
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